Chaos oder Das Leben ist ein Abenteuer

Im November 2010 starb Benoît Mandelbrot, ein weltbekannter Physiker,

der sich unter anderem mit der Theorie des Chaos beschäftigte

und die fraktale Geometrie erschuf.

Die Chaostheorie ist eine mathemaisch-physikalische
Theorie zur Beschreibung von Systemen, denen zwar deterministische
Gesetzmäßigkeiten zugrunde legen, bei denen aber kleine änderungen
der Anfangsbedingungen ein exponentielles Anwachsen
von Störungen bewirken (deterministisches Chaos).

Das Verhalten derartiger Systeme führtzur Ausbildung „chaotischer Strukturen“

und ist langfristig nicht vorhersehbar.
Die Theorie des Nichtgenaukalkulierbaren scheint in einer Gesellschaft,

die sich auf das Messbare konzentriert, unglaublich faszinierend;

Mandelbrot sagte auch die Börsenkrise, die nach dem Chaossystem funktioniert, voraus. Wir kennen eher seine Bilder, die in den 70er Jahren

sehr «en vogue» waren, die Apfelmännchen.

In der antiken Vorstellung ist der Begriff Chaos
der mit ungeformtem und unbegrenztem Urstoff
gefüllte Raum als Vorstufe des endlichen und wohlgeordneten Kosmos.
Er repräsentierte das Nichts vor der Entstehung der Welt.

In meinen Gedanken ist das Chaos nicht nur das „Nichtvorhersehbare“,
sondern auch das „Allesmögliche“, dank seiner Nicht-Linearität,
in der jedes seiner Bestandteile mit all den anderen Bestandteilen
in Verbindung treten kann. Und das als dynamisches System
mit seiner Sensibilität für die Ausgangsbedingungen einen
besseren Neuanfang ermöglicht.

 

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